Liebe Besucher vom KGV ''Südhang'' Dittersdorf e.V. heute ist der: 22.10.2020

Apfelmehltau und andere Echte Mehltauarten

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Die Krankheit und ihre Entwicklung
Die im Frühjahr aus den infizierten Knospen herauswachsenden Blätter und Blüten sind schon mit mehligem Belag überzogen und demnach „nicht mehr zu retten". Auf dem Pilzbelag bilden sich Pilzsporen, die für eine weitere Verbreitung der Krankheit sorgen. Erkrankte Blätter und ganze Triebspitzen verkümmern. Im Juni/Juli werden die sich neu bildenden Knospen infiziert. Der Echte Mehltau-Pilz überwintert an Gehölzen, überwiegend als Pilzgeflecht zwischen den Knospenschuppen in den befallenen Knospen.
Vorbeugung und Bekämpfung
Bei einer Neupflanzung sollten weniger empfindliche Sorten bevorzugt werden. Fragen Sie in der Baumschule gezielt nach Mehltau-resistenten oder -toleranten Sorten. Beim Winterschnitt sollten Sie die befallenen Triebspitzen rigoros bis ins gesunde Holz zurückschneiden. Unmittelbar nach dem Austrieb müssen die erkrankten Blatt- bzw. Blütenbüschel schnellstens zurückgeschnitten werden, bevor die sich dort bildenden Sporen zur Verbreitung der Krankheit führen können. Entwicklungszyklus Apfelmehltau (Zeichnungen: Margarete Griegel, aus: „Mein gesunder Obstgarten") Flankierend zu den Schnittmaßnahmen (blauer Balken) sollten spätestens bei Befallsbeginn die empfindlichen Sorten in regelmäßigen Abständen mit Fungiziden behandelt werden (roter Balken). Zur Zeit sind für „Hausund Kleingartenbereich" an Äpfeln, Stachelbeeren (Stachelbeermehltau) und Reben (Oidium) nur schwefelhaltige Produkte zugelassen. An Ziergehölzen dürfen zusätzlich Pilzfrei Saprol und Baymat Rosenspritzmittel angewendet werden. Regelmäßige Behandlungen mit Pflanzenstärkungsmitteln, wie z. B. Neudo-Vital oder Pflanzen Saprol, erhöhen die Widerstandsfähigkeit der Pflanze gegen die Krankheit.

Gall-Pockenmilben
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Wenn im vergangenen Jahr die Bäume bzw. Sträucher durch die Gall- bzw. Pockenmilben befallen waren, muss davon ausgegangen werden, dass die winzigen saugen den Schädlinge in den Gallen und Knospen überwintert haben und während sowie nach dem Austrieb aus ihren Verstecken auswandern werden, um an jungen Blättchen zu saugen. Die Knospen der Haselnusssträucher und die der Johannisbeeren schwellen zu den so genannten Rundknospen. Diese sollen unbedingt, am besten noch vor dem Austrieb, ausgebrochen werden.

Johannisbeergallmilben
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Bei starkem Befall müssen Sie alle befallenen Triebabschnitte ausschneiden oder sogar einen radikalen Verjüngungsschnitt durchführen. Herausgebrochene bzw. ausgeschnittene Pflanzenteilemüssen unbedingt entfernt und am besten verbrannt werden. Auf den Blättern der Weinreben, Pflaumen-, Birn-, Walnuss-, Ahorn- oder Lindenbäume bilden sich als Folge der Saugtätigkeit der Milben pockenartige Erhebungen. Bei einem schwachen Befall reicht es, die befallenen Blätter systematisch zu entfernen. Bei einem starken Befall im Vorjahr sollten, flankierend zu der Entfernung der Rundknospen, zwei bis drei Spritzbehandlungen mit dem rapsölhaitigenSchädlingsfrei Naturen in Erwägung gezogen werden. Die erste Behandlung sollte zu Beginn des Austriebes und die weiteren ein bis zwei in jeweils zehn- bis 14-tä-gigen Abständen durchgeführt werden. Während der Blütezeit wird nicht gespritzt,

Beutelgallmilbe
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Auf der Blattunterseite, vor allem am Blattrand, bilden sich im Frühjahr anfangs grünliche, beutelförmige Wucherungen (Gallen) von 1 bis 3 mm Größe, die sich zum Sommer hin rötlich verfärben. Bei sehr starkem Befall kann es in seltenen Fällen auch an Früchten zu leichten Schäden durch Vernarbungen kommen. Die Früchte können aber ohne weiteres verzehrt werden. 
Die genannten Schadsymptome werden durch eine winzig kleine Gallmilbe verursacht, die mit bloßem Auge nicht zu erkennen ist. Die Tiere überwintern in den Knospen und befallen mit beginnendem Austrieb der Gehölze die jungen Blätter. Im Laufe des Sommers vermehren sie sich und suchen sich zum Herbst hin wieder ihre Winterverstecke unter Knospenschuppen